Unter Philosophie legen wir dar, dass der Einfluss, den Unternehmerpersönlichkeiten auf den Erfolg von Unternehmen haben, kaum zu hoch eingeschätzt werden kann. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum die Übergabephase eine sehr kritische Zeit für ein Unternehmen darstellt. Häufig ist es so, als müsste ein Schiff mithilfe einer eigens entworfenen Konstruktion von einem Kanal in einen gut ausgewählten anderen gehievt werden. Damit dies gelingt, ist eine klar strukturierte Herangehensweise unabdingbar. Dieser Prozess gliedert sich in drei Schritte (vgl. das in unserem Institut entwickelte Drei-Schritt-Beratungsmodell): 

  • Zunächst wird eine solide Prozessarchitektur für den Nachfolgeprozess in Ihrem Familienunternehmen erstellt.
  • Konkrete Maßnahmen, die sich aus der Prozessarchitektur ergeben, werden mit Hilfe von Spezialisten aus dem ökonomischen, juristischen und steuerlichen Bereich durchgeführt.
  • Der Nachfolgeprozess wird nachbereitet, ggf. angepasst und so gesichert.
Erster Schritt
Erster
Schritt
Zweiter Schritt
Zweiter
Schritt
Dritter Schritt
Dritter
Schritt

1. Erstellen einer soliden Prozessarchitektur:

Im ersten Schritt eines Nachfolgeprozesses muss die weitere Richtung für das Familienunternehmen festgelegt werden auf Basis der Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten – und natürlich auf Basis der Optionen, die für das Navigieren zur Verfügung stehen und der Mittel, die genutzt werden können, um das Schiff ggf umzurüsten für andere Gewässer.

Damit dies gelingen kann, müssen alle grundsätzlichen Fragen, Ansprüche und Fakten auf den Tisch. Was relativ einfach klingt, ist häufig besonders schwierig in einem Familienunternehmen. Denn es ist ganz natürlich, dass die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Interessen aufeinander treffen – die zudem nur selten klar ausgesprochen werden. Hinzu kommt der gesellschaftliche Wertewandel, der nicht nur das Verhalten der verschiedenen Generationen im Familienverband prägt, sondern auch die Herangehensweise an ökonomische Themen. Unter dem Zeitdruck der tagtäglichen Arbeit und der – oftmals berechtigten – Furcht, schlafende Hunde zu wecken, rücken daher schnell die ökonomischen, organisatorischen, juristischen und steuerlichen Betrachtungen der Nachfolge in den Vordergrund. Dieses mehr als verständliche Ausweichmanöver trägt zum erschreckend häufigen Scheitern von Übergaben bei. Denn wird das gemeinsame Familieninteresse nicht oder zu spät bestimmt, wird der Prozess häufig falsch ausgerichtet und viel Geld verschenkt. Häufig wird im übertragenen Sinne ein Schiff nach allen Regeln der Kunst ohne einen Kratzer von einem Kanal in einen zunächst geeignet erscheinenden anderen Kanal gebracht – und dann ist hundert Kilometer weiter eine Schleuse einen Meter zu kurz und die Fahrt endet abrupt…

Bei allem, was wir tun, steht im Vordergrund, dass die Ergebnisse zielgerichtet und umsetzbar sind. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Nachfolgearchitektur, die sowohl ein Übergabemodell beinhaltet als auch einen Handlungsplan; es ist für uns selbstverständlich, dass wir dazu Ihre Ressourcen und Ihre Erfahrung mit Ihrer Organisation nutzen. Zunächst erfassen wir die Ist-Situation des Unternehmens in allen Facetten: ökonomisch, organisatorisch und familiär. Ein Schwerpunkt dabei ist das Festhalten der Bedürfnisse und Interessen des/der Firmeninhaber und der potentiellen Nachfolger. Gute Erfahrungen haben wir mit Moderationen gemacht, um das gemeinsame Familieninteresse herauszuarbeiten – und um sicherzustellen, dass ein Abgleich zwischen den individuellen Interessen der Beteiligten und der unternehmerischen Verantwortung erfolgt. Zum Teil – gerade, wenn Positionen verhärtet sind oder nahezu unvereinbare Positionen aufeinander treffen — sind Einzelgespräche, Konfliktmoderationen oder Mediationen notwendig. Diese erfordern unbedingte Neutralität, einen Blick für die neuralgischen Punkte und Fingerspitzengefühl. Dank unserer Erfahrung als Mediatoren und Unternehmensberater sowie dank unserer Grundberufe Steuerberaterin bzw. Anwalt können wir dies leisten.

2. Umsetzen von konkreten Maßnahmen, die sich aus der Prozessarchitektur ergeben.

Die Prozessarchitektur, die im ersten Schritt erarbeitet wird, umfasst wie beschrieben sowohl ein Übergabemodell als auch einen konkreten Handlungsplan. Beide basieren auf den bereits vorhandenen Strukturen und Systemen unserer Kunden: Diese sollen – allein schon aus wirtschaftlichen Gründen – in der Substanz erhalten und nur so angepasst werden, dass der Kern in Zukunft gut weitergeführt werden kann. So wird es zudem leichter, die ökonomischen, organisatorischen, juristischen und steuerlichen Notwendigkeiten der Nachfolge sauber zu planen und durchzuführen. Wir binden Ihre Spezialisten und Partner auf Augenhöhe in den Prozess ein. Auf Wunsch stellen wir für Sie den Kontakt zu geeigneten Spezialisten her.

Im zweiten Prozessschritt kümmern wir uns vorrangig um zwei Aufgaben: Wir sorgen dafür, dass die Kommunikation zwischen allen Beteiligten im Fluss bleibt und so beispielsweise Doppelarbeiten vermieden werden. Und wir stellen sicher, dass der Prozess zielgerichtet weiterläuft. Hierzu geben wir den Beteiligten unter anderem klar priorisierte Checklisten in die Hand und erinnern an zeitliche Vorgaben, die in der Nachfolgearchitektur festgehalten wurden.

Sie haben mit uns zuverlässige Begleiter an Ihrer Seite, die von Anfang an Ihre Interessen und Bedürfnisse im Auge haben und Sie sowohl im architektonischen Aufbau zu Beginn des Prozesses als auch bei der technisch-handwerklichen Umsetzung professionell begleiten können.

3. Nachbereitung und Sicherung des Nachfolgeprozesses

Mit unserer Begleitung wird der Nachfolgeprozess zielgerichtet und innerhalb des erarbeiteten Zeitplans umgesetzt. Manchmal wird in der Nachbereitung des Prozesses sichtbar, dass noch geringfügiger Anpassungsbedarf der Nachfolgearchitektur besteht, den wir gerne mit Ihnen ausgestalten. Wir begleiten auf Wunsch die Beteiligten in ihren neuen Rollen – unter anderem durch Einzelcoachings und als Sparringpartner bei Zweifelsfragen. Wenn es der Familie wichtig ist, organisieren wir einen gemeinsamen Termin, um dem Gesamtnachfolgeprozess einen symbolischen Abschluss zu verleihen. Auch in der Nachbereitung verhindern wir, dass sich Diskussionen verhärten und zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Der Familienverband soll geschützt und gestärkt und die stabile ökonomische Zukunft des Unternehmens gesichert werden.

Philosophie
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Vorgehensweise
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Leistungen
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Wer wir sind
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